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Power-to-Gas

Erdgas-Netz speichert überschüssigen Strom

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Ein zentrales Element der Energiestrategie 2050 des Bundesrates sind erneuerbare Energien. Kräftig gefördert werden die Produktion von Solar-Strom und Strom aus Windenergie. Doch diese Energien fallen unregelmässig und oft zum falschen Zeitpunkt an. Die Power-to-Gas-Technologie kann dieses Problem lösen, indem überschüssiger erneuerbarer Strom in Wasserstoff oder Methan umgewandelt und im Erdgas-Netz gespeichert wird. Das Erdgas-Netz wird so zu einer wichtigen Stütze der Energiezukunft mit erneuerbaren Energien.

Das Verfahren ist grundsätzlich sehr einfach: mittels Elektrolyse wird der Strom in Wasserstoff und Sauerstoff gewandelt. Dies erfolgt, indem Gleichstrom durch zwei Elektroden im Wasser fliesst. Mit Kohlenstoff (C) angereichert, wird aus dem Wasserstoff (H) Erdgas (CH4). Das so produzierte erneuerbare Methangas kann dann ins Erdgas-Netz eingespeist werden. Interessant ist dabei zu wissen, dass eine Erdgas-Hochdruckleitung zehn Mal mehr Energie mit weniger Verlusten transportieren kann als eine Hochspannungsleitung. Da bereits ein gut ausgebautes Transport- und Verteilnetz für Erdgas und Biogas in der Schweiz besteht, kann dieses sowohl als Speicher und Puffer wie auch für den Transport genutzt werden.

Swissgas ist an einer im Sommer 2013 eröffneten Anlage für die „Windstromspeicherung im Erdgas-Netz“ von E.ON in der Region Falkenhagen (Brandenburg) in Norddeutschland beteiligt. Diese kann bis zu 360 m3 Wasserstroff pro Stunde erzeugen und ins Netz einspeisen.

Energie 360° ist gemeinsam mit dem Zürcher Stromversorger ewz an einer 250-Kilowatt-Demonstrationsanlage in Foulum (Dänemark) beteiligt. Diese speist das aus dem überschüssigen erneuerbaren Strom produzierte Methan ins Erdgas-Netz ein.

In der Schweiz ist neu in Solothurn eine Power-to-Gas-Anlage in Betrieb.

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