Inhalt - 23.03.2015

23.3.2015 - 50 Prozent mehr Biogas ins Netz eingespeist

Der Absatz von Erdgas und Biogas in der Schweiz betrug 2014 insgesamt 34‘710 GWh. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 13%. Dies ist allein auf das wärmere Wetter und entsprechend weniger Heizgradtage (-20%) zurückzuführen. Immer grösser wird die Nachfrage von Biogas: 2014 betrug der Absatz aus einheimischer Produktion 124 GWh (+28%).

 

Durch Netzerweiterungen, neu erschlossene Gemeinden und neue Kunden konnte die Gaswirtschaft in den vergangenen Jahren ihre Position auf dem Schweizer Energiemarkt stetig ausbauen. Über zwei Drittel der Bevölkerung wohnt inzwischen in mit Erdgas und Biogas erschlossenen Gemeinden.

Das unterirdische Transportsystem mit einer Länge von 19‘500 Kilometern ermöglicht eine konstante und
sichere Versorgung der Kunden mit Wärme und Prozessenergie, wie sie in der Industrie genutzt wird – und dies ohne zusätzliche Verkehrs- und Umweltbelastung. Rund zwei Drittel ihres Erdgas-Bedarfs bezieht die Schweiz aus der Förderung in EU-Ländern und Norwegen. Rund ein Viertel des Bedarfs stammt aus Russland. Dieses Erdgas kommt über grosse Lieferanten in den umliegenden Ländern in die Schweiz, die über Untertagspeicher verfügen. Der Erdgas-Bedarf in der Schweiz entspricht etwa dem Bedarf der Stadt Hamburg und beträgt rund 0.7% des gesamteuropäischen Bedarfs.

Biogas hat Potenzial

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich Biogas, eine erneuerbare Energie aus natürlichen Abfallstoffen. Verschiedene lokale Versorger bieten Erdgas mit unterschiedlichen Biogas-Anteilen an. 2014 konnten aus 20 Anlagen in der Schweiz 213 GWh Biogas ins Netz eingespeist werden (+50%).

Leider behindern die im Januar von der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren verabschiedeten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) innovative Energienutzungen mit Erdgas und Biogas. Mit diesen Mustervorschriften stellen die Kantone die Weichen für den Energieeinsatz im Gebäudebereich. Das Potenzial, mit Gasheizungen CO2 zu reduzieren, ist noch längst nicht ausgeschöpft und durch einen verstärkten Einsatz von Wärmekraftkopplung (WKK) und Biogas könnten nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch der Anteil der erneuerbaren Energien gesteigert werden. Besonders unbefriedigend ist, dass die MuKEn keine Regelung vorsehen, um die Nutzung von Biogas über das Gasnetz als erneuerbare Energie anrechnen zu lassen. Bei der Umsetzung der Mustervorschriften in den kantonalen Gesetzgebungen haben die Kantone nun die Möglichkeit, die notwendigen Korrekturen vorzunehmen.

Mehr Erdgas-Fahrzeuge

Die Zahl der mit Gas betriebenen Fahrzeuge stieg 2014 in der Schweiz auf über 11‘900 (+6%). Insgesamt wurden 1‘245 Fahrzeuge neu zugelassen (+21%). Der Absatz beim Treibstoff betrug im vergangenen Jahr 206 GWh (-4%). Der durchschnittliche Biogas-Anteil im Treibstoff lag bei knapp 22%. Durch das Beimischen von Biogas wird die bereits sehr gute CO2-Bilanz von Erdgas-Fahrzeugen noch weiter verbessert.

Kontaktperson für weitere Auskünfte:

Thomas Hegglin, Leiter PR und Mediensprecher VSG, 044 288 32 62, Hegglin@anti-cluttererdgas.ch

www.erdgas.ch

Zürich, 23. März 2015

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