Aktuell

Neue Erdgas-Hochdruckleitung im Rheintal in Betrieb

Andreas Schwager (links) und Christian Plüss öffnen symbolisch den Gashahn.
Andreas Schwager (links) und Christian Plüss öffnen symbolisch den Gashahn.

In Anwesenheit von Vertretern des Bundes, der Kantone, der anliegenden Gemeinden sowie der Nachbarländer Vorarlberg und Liechtenstein ist die Erdgas-Hochdruckleitung von St. Margrethen bis Bad Ragaz feierlich eingeweiht worden. Somit ist die Infrastruktur für die sichere und langfristige Versorgung mit Erdgas in der Region für Jahrzehnte geschaffen. Die Umnutzung der ehemaligen Erdölpipeline in eine Erdgas-Hochdruckleitung ist unter Einsatz modernster Technik und minimalen Eingriffen realisiert worden. Der komplexe Umbau wurde in der Rekordzeit von 12 Monaten durchgeführt. Dabei wurde auf besondere Interessen der Raumplanung und des Umweltschutzes Rücksicht genommen. Ein Grossteil der Investitionen von rund 17 Millionen Franken ist in modernste Pipeline-, Sicherheits- und Stationsinfrastruktur geflossen.

Stillgelegte Ölleitung umgenutzt

Die Planungsphase rund um die Übernahme und Umnutzung der seit rund 10 Jahren stillgelegten Erdölleitung in eine Erdgas-Hochdruckleitung erstreckte sich über mehrere Jahre. Diverse Einsprachen, die im öffentlichen Planauflageverfahren gegen die Umnutzung erhoben wurden, der Einbezug der Interessen von lokalen Gemeinden und Grundstückbesitzern sowie die Massnahmen zum Schutz von Natur und Landschaft führten zu Verzögerungen.

Mehr Versorgungssicherheit durch zweite Leitung

Ziel dieses komplexen und in der Schweiz einmaligen Bauprojektes ist es, die Versorgungssicherheit mit Erdgas im St. Galler Rheintal und den angrenzenden Regionen durch eine zweite Leitung zu erhöhen und die Markterschliessung in diesem Gebiet weiter zu fördern. „Dank der Inbetriebnahme dieses Leitungsabschnitts können wir die Versorgungssicherheit in der Ostschweiz und im Rheintal markant verbessern“, erklärte Christian Plüss, CEO der Erdgas Ostschweiz AG (EGO), anlässlich der Medienorientierung zum Projekt. Auch die Nachbarländer Liechtenstein und Vorarlberg wurden an die neue Leitung angeschlossen und profitieren von der vergrösserten Versorgungskapazität.

Einsatz modernster Technik

Der gesamte Leitungsabschnitt wurde mit Wasserdruck auf Stabilität und Druckfestigkeit geprüft. Die Leitungsumlegung im Bereich Widnau erfolgte unter anderem mit einer Spülbohrung unter der Nationalstrasse ohne Beeinträchtigung des Verkehrs. „Mit der Umnutzung der bestehenden Erdölleitung in eine Erdgashochdruckleitung waren diverse technische Herausforderungen verbunden“, erklärt Andreas Schwager, Leiter Technik bei EGO. Die Erstellung der neuen Stationsbauten mit integrierten Messtechnologien konnte durch den grossen Einsatz der Mitarbeiter und optimaler Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen fristgerecht realisiert werden.

Gäste an der Einweihungsfeier in St. Margrethen.
Gäste an der Einweihungsfeier in St. Margrethen.
Leitungsumlegung in Widnau.
Leitungsumlegung in Widnau.
Neuer Streckenschieber mit Baumfallschutz in Oberriet.
Neuer Streckenschieber mit Baumfallschutz in Oberriet.
Wasserdruckprüfung in Sevelen.
Wasserdruckprüfung in Sevelen.

 

 

30 Linden für 30 Jahre Frigaz

Die erste Frigaz-Jubiläumslinde wird gepflanzt. Bild Frigaz
Die erste Frigaz-Jubiläumslinde wird gepflanzt. Bild Frigaz

Frigaz, das Erdgas-Versorgungsunternehmen im Kanton Freiburg und in der Waadtländer Broye, feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat es 30 Gemeinden, durch die sein Erdgas-Netz verläuft, je eine Linde geschenkt. Mit der Pflanzung dieser 30 Bäume im Zentrum der Gemeinden will Frigaz ein starkes Zeichen setzen und die auf einem Vertrauensverhältnis begründete Nähe unterstreichen. Die Bäume symbolisieren ebenfalls die langfristige Vision und das Engagement von Frigaz für die Umwelt. Der erste Baum wurde Ende Oktober bei der Schule von Givisiez gepflanzt, in Anwesenheit der Kinder der Gemeinde. Das Jubiläum ist ebenfalls Gelegenheit, die Zukunftsvision des Unternehmens und den Willen zur Weiterentwicklung zu zeigen.

Die Zeit der Pioniere

Auch wenn die Gasproduktion durch Steinkohle-Destillation in Freiburg bereits 1861 begonnen hat, wurde Frigaz erst am 15. Oktober 1979 gegründet, um die Ankunft der neuen Energie Erdgas zu begleiten. 1980 wurde die Druckreduzier- und Zählstation Moncor in Betrieb genommen, um die Stadt Freiburg, das Kantonsspital und den Milchverarbeiter Crémo zu versorgen. Während des Baus der Autobahn A1 von 1990 bis 1993 entwickelte sich das Netz in Richtung Payerne und Broye weiter. Die Akquisition der Netzes von Murten im Jahr 2001, gefolgt vom Bau der Verbindung Romont-Bulle 2008 war eine bedeutende Etappe der Realisation des Hauptnetzes im Kanton Freiburg.

Frigaz unter den zehn grössten Erdgas-Versorgern

Mit einem engagierten, vielseitigen Team von heute 56 Mitarbeitenden konnte Frigaz in den letzten Jahren durch Netzerweiterungen und den Anschluss zahlreicher Industrien bedeutend wachsen. Ein Wachstum, welches ebenfalls durch die Privatkunden gestärkt wird, die immer zahlreicher ein einfaches, günstiges Heizsystem wählen, dessen Ökobilanz zu den Besten gehört. 2008 wurde mit dem Verkauf von 728 Millionen Kilowattstunden (kWh) ein neuer Rekord erreicht, dank dem sich Frigaz nun unter den zehn grössten Erdgas-Versorgern der Schweiz platziert.

Vier Entwicklungs-Schwerpunkte

Frigaz will sein Wachstum auf vier Achsen fortsetzen. Prioritär ist die Weiterentwicklung des Netzes auf regionalem Niveau, insbesondere mit der Fertigstellung der Verbindungen Vaulruz-Semsales, Bulle-Sorens und Bulle-Broc (Anschluss Nestlé) im ersten Halbjahr 2010. Mit dem Wärme-Kraft-Koppelungs-Projekt in Romont, dessen Bau nächstes Jahr beginnen wird, macht Frigaz einen bedeutenden Schritt in Richtung Multienergie-Lieferant. Mit dieser neuen Erdgas-Fernheizung kann Frigaz Wärme und Elektrizität auf den Markt bringen, was perfekt der kantonalen Energiepolitik entspricht.
Die Förderung von Erdgas als umweltschonenden Treibstoff für Mobilität (CNG) nimmt ebenfalls einen wichtigen Platz unter den Projekten von Frigaz ein. In der Region ist bereits seit 2004 eine Erdgas-Tankstelle in Granges-Paccot in Betrieb, zwei weitere werden im Laufe des Jahres 2010 in Bulle und Payerne folgen. Geprüft werden auch verschiedene Projekte zur Biogas-Produktion. (frigaz/bä.)

Frigaz heute

Länge Erdgas-Netz 350 km
Erdgas-Absatz 770 Millionen kWh
Anzahl Mitarbeitende 56
Aktionäre Stadt Freiburg (44.79%), Groupe E (44.79%), Gemeinden Villars-sur-Glâne (6.06%) und Payerne (4.04%), Freiburgische Handelskammer (0.3%), Frigaz (0.02%).
Angeschlossene Bezirke und ihre Gemeinden Broye FR: Bussy, Estavayer-le-Lac, Saint-Aubin, Sévaz
Broye VD: Avenches, Corcelles-près-Payerne, Faoug, Payerne.
Glâne: Billens, Mézières, Romont.
Greyerz: Bulle, Vaulruz, Vuadens.
See: Courgevaux, Courtepin, Murten, Muntelier, Ried.
Saane: Avry, Belfaux, Corminboeuf, Freiburg, Givisiez,
Granges-Paccot, Marly, Matran, La Sonnaz, Villars-sur-Glâne.
Sense: Düdingen.

 

 

Biogas-Preis für Luzerner Erdgas-Versorger

Ronald C. Huwyler (Preissponsor UBS), Hans Jakob Graf (ewl) und Alex Bruckert von der Handelskammer (von links). Bild ewl
Ronald C. Huwyler (Preissponsor UBS), Hans Jakob Graf (ewl) und Alex Bruckert von der Handelskammer (von links). Bild ewl

Die Zentralschweizerische Handelskammer hat an der Verleihung des diesjährigen Innovationspreises an die Firma Perlen Converting AG ihren Anerkennungspreis dem Luzerner Erdgas-Versorger energie wasser luzern (ewl) überreicht. Dies für den Marktaufbau von Biogas als Treibstoff. Mit den Investitionen im Bereich Biogas als Treibstoff für Erdgas-Fahrzeuge leiste ewl einen grossen Beitrag zur CO2-Reduktion. Der Markt für Biogas als Treibstoff wurde von ewl in den letzten Jahren gezielt auf- und ausgebaut. Der Absatz an Biogas als Treibstoff an den eigenen Tankstellen von ewl ist in den letzten vier Jahren auf das Sechsfache angestiegen. In der gleichen Zeitspanne hat ewl vier eigene Biogas-Tankstellen gebaut und produziert seit 2005 das Luzerner Biogas selbst. 2008 wurden 229'101 kg Biogas verkauft, was einer CO2-Einsparung von 766 Tonnen entspricht.

Preisgeld für neue Erdgas-Fahrzeuge

Der Anerkennungspreis ist mit 2000 Franken dotiert. ewl verdoppelt dieses Preisgeld und gibt es direkt den Kunden weiter. Anstatt des Förderbeitrags von 1000 Franken, den ewl für jedes neue Erdgas-Fahrzeug im eigenen Einzugsgebiet in Form einer Biogasgutschrift vergibt, wird der Betrag nun für die nächsten 20 Neufahrzeuge um je 200 Franken erhöht. Somit erhalten die nächsten 20 neuen Erdgasfahrzeug-Besitzer in der Region Luzern von ewl eine Biogas-Gutschrift im Wert von 1200 Franken. (ewl/bä.)

 

 

 

Erdgas-Fahrzeuge besser als gleiche Modelle mit flüssigen Treibstoffen

Zum ersten Mal sind in einer Studie die meistverkauften Erdgas-Fahrzeuge mit möglichst gleichwertigen vergleichbaren Modellen mit Benzin- und Dieselantrieb verglichen worden. Die Fahrzeuge sind sowohl auf ihre Umweltbelastung wie auch auf ihre Anschaffungs-, Treibstoff- und Versicherungskosten sowie bezüglich Motorfahrzeugsteuer verglichen worden. Untersucht wurden insgesamt zwölf Erdgas-Autos mit vergleichbaren Benzin- und Dieselfahrzeugen der Marken Fiat, Opel und Volkswagen. „Damit soll potenziellen Autokäufern mit entsprechenden Faktenblättern pro Modell auf einfache und übersichtliche Weise die Ökoeffizenz der verschiedenen Automodelle aufgezeigt werden“, erklärte Peter Küpfer, Mitglied der Geschäftsleitung gasmobil ag. Die Untersuchung wurde im Auftrag der Erdgas-Wirtschaft durch das St. Galler Beratungsunternehmen Sinum AG durchgeführt. Dieses ist spezialisiert auf die Bereiche Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz.

Erdgas-Fahrzeuge überdurchschnittlich gut

Die Untersuchung mit 36 Fahrzeugen ergab teilweise markante Vorteile bei den Erdgas-Modellen bezüglich Umweltbelastung und Treibstoffkosten. Erhebliche Vorteile im Umweltbereich ergaben sich vor allem gegenüber den Benzinmodellen. Erdgas-Autos schneiden je nach Modell um 40 bis 80 Prozent besser ab. Bei einigen Erdgas-Modellen stellten sich Vorteile in Bezug auf die Fahrzeugsteuer heraus. „Der Vergleich der verschiedenen Fahrzeuge bestätigt einmal mehr, dass Erdgas-Fahrzeuge gegenüber den Benzin- oder Dieselmodellen mehrheitlich bessere Resultate erzielen. Einzig bei den Anschaffungskosten konnten keine Vorteile für Erdgas-Fahrzeuge eruiert werden“, so Guido Wick, Partner von Sinum AG.

Ein konkretes Beispiel

Das Erdgas-Auto Opel Zafira ecoFlex Turbo CNG, verglichen mit dem Opel Zafira 2.2 DIRECT (Benzin) und dem Opel Zafira 1.9 CDTI (Diesel) zeigt, dass beim mit Benzin betriebenen Fahrzeug die Umweltbelastung um 80% höher ist, beim Dieselfahrzeug um 20%. Die untersuchten Kosten fallen beim Benziner um 13% und beim Diesel um 9% höher aus.

Umwelt- und Preisvorteile gegenüber Benzin und Diesel

Erdgas kann im mobilen Bereich zur Reduktion von Russ-, Stickoxid-, CO2- und Kohlenwasserstoff-Belastungen beitragen. Mit Erdgas betriebene Fahrzeuge geben weniger Schadstoffe an die Luft ab als Benzin- und Dieselfahrzeuge. Das dem Erdgas beigemischte Biogas (Anteil mindestens 10%) aus Vergärungs- und Kläranlagen ist bei der Nutzung sogar CO2-neutral. Im Vergleich mit Benzin und Diesel sind die Treibstoffkosten pro gefahrenen Kilometer mit Erdgas und Biogas bis zu 30% günstiger. Die Schweiz verfügt derzeit über ein Netz von rund 120 Erdgas-Tankstellen. (pd/bä.)

Faktenblätter und weitere Informationen:
Externer Linkhttp://www.erdgasostschweiz.ch/AxCMSwebLive_CMS/EGO__Aktuell.cms?ActiveID=1023

Schlägt Benzin und Diesel: Der Opel Zafira ecoFlex Furbo CNG.
Schlägt Benzin und Diesel: Der Opel Zafira ecoFlex Furbo CNG.

 

 

Grosses Interesse für Erdgas-Autos

An der vier Tage dauernden Auto Zürich Car Show in Zürich Oerlikon war das Interesse für Erdgas-Fahrzeuge gross. Auch wer nicht nächstens auf Erdgas umsteigen will, musste den Stand besuchen, waren doch dort die Informationen verfügbar, die es für den Wettbewerb brauchte. Und mit diesem konnte der Hauptpreis, ein VW Passat Variant TSI EcoFuel (1.4 Liter, 150 PS), im Wert von rund 52‘000 Franken gewonnen werden. Als Gewinner ausgelost wurde schliesslich am Sonntag kurz vor Schluss der Ausstellung Fabian Schöchlin aus Thalwil.

Neues, dreistufiges Standkonzept

Unter dem Motto „Umweltfreundlicher Fahrspass“ erlebten die Besucher der Sonderschau einen völlig neu konzipierten Auftritt. „Weil der Informationsbedarf über Umweltthemen und vor allem auch über umweltschonende Mobilität laufend steigt, wurde das Standkonzept entsprechend angepasst, damit sich die Besucher kompetent und umfassend über das Thema informieren können“, erklärte Peter Küpfer, Marketingleiter der Erdgas Ostschweiz AG und Projektverantwortlicher. Nebst den sachlichen Informationen kam auch das Spielerische nicht zu kurz. Als besonderes Erlebnis präsentierte sich das neue Erdgas-Spiel: die Besucher konnten Erdgas vom Bohrloch bis zum Erdgas-Fahrzeug transportieren. Für die Schnellsten gab es attraktive Sofortpreise zu gewinnen. Hinter dieser Kontaktzone befand sich die Fahrzeugausstellung, wo auch vertiefte Informationen vermittelt wurden. Im sogenannten VIP-Bereich wurden Gäste speziell betreut und auch bewirtet.

Schweizer Premiere Fiat Qubo

Als Schweizer Premiere aus Italien wurde der Fiat Qubo 1.4 l mit Erdgas-/Biogas-Antrieb präsentiert, ein sehr funktionelles Familienfahrzeug, aber auch ein Auto für die junge Generation. Ergänzt wurde die Ausstellung mit weiteren bewährten Erdgas-Serienfahrzeugen der Marken Mercedes, Opel, Volkswagen und Fiat. Darunter der erst kürzlich am Markt eingeführte VW Touran TSI EcoFuel sowie die Erdgas-Turbomodelle VW Passat Variant TSI EcoFuel und Opel Zafira 1.6 Liter und der Fiat Grande Punto. Total zu sehen waren sieben Fahrzeuge verschiedener Kategorien und Preisklassen.

Mit rund 60‘000 Besucherinnen und Besuchern konnten die Veranstalter der Auto Zürich wiederum eine gut besuchte Veranstaltung vermelden. „Für uns war es wiederum ein sehr erfolgreicher Anlass“, zog Peter Küpfer abschliessend Bilanz. „Allerdings war die Konsumentenstimmung nicht mehr ganz so gut wie in früheren Jahren.“ (bä.)

Stimmungsbilder rund um den Stand
Stimmungsbilder rund um den Stand
der Erdgas-Fahrzeuge an der
der Erdgas-Fahrzeuge an der
Auto Zürich.
Auto Zürich.



Bilder Fäh+Partner
Bilder Fäh+Partner