Einspeisung ins Erdgas-Netz
Bezüglich der Einspeisung von Biogas ins erdgas-Netz hat die Schweiz Pionierarbeit geleistet. Bereits 1997 wurde die erste Biogas-Einspeisung in Betrieb genommen. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurden im Laufe der Jahre weitere Anlagen angeschlossen.
In einer 2003 zwischen Gasmobil und Biomasse Schweiz abgeschlossenen Rahmenvereinbarung ist festgehalten, dass die Erdgas-Wirtschaft Biogas im Umfang von mindestens 10 % des jährlich in der Schweiz als Treibstoff abgesetzten Erdgases übernimmt und in ihr Netz einspeist. Die entsprechenden Mengen werden primär als Treibstoff vermarktet.
Damit werden die anrechenbaren CO2-Emissionen von Erdgas-Fahrzeugen weiter reduziert - der CO2-Vorteil dieses Treibstoffs beträgt damit gegenüber Benzin satte 33%. Technisch ist die Beimischung völlig problemlos: Auf den Erdgas-Betrieb ausgelegte Ottomotoren können ohne Anpassung mit jedem Gemisch von Erd- und Biogas betrieben werden.
Die technisch-physikalischen Bedingungen für die Biogas-Einspeisung sind in der SVGW-Richtlinie G13 festgeschrieben. Gemäss diesem Regelwerk muss das Biogas in der Regel vor der Einspeisung auf Erdgasqualität aufbereitet werden. Neben der Gasqualität stehen die Aufbereitungs- und Einspesieanlagen sowie die Sicherheit im Fokus der Richtlinie.
